Wir brauchen einen „positiven Jugendstatus"

Einen Positiven Jugendstatus herzustellen heißt, die besonderen Lebensbedingungen von Jungen und Mädchen differenziert wahrzunehmen und bei sie betreffenden Entscheidungen zu berücksichtigen; es heißt, bei Angeboten für Jugendliche ihre (alters und geschlechtsspezifischen) Interessen und Bedurfnisse in den Mittelpunkt stellen.

Letzlich bewirkt nur Mitbeteiligung und ernstgenommenwerden Integration - nicht die ausschließliche Anpassung bzw. Unterordnung an Erwachsene und ihren Maßstäbe. Nur ausgehend von den Jungen und Mädchen selbst können Strukturen und Möglichkeiten für Jugendliche im Gemeinwesen verbessert bzw. verändert werden.

Für die entwicklung eines positiven Jugendstatus müssen sich Handlungsüberlegungen(in kleineren und größeren Kommunen) grunsätzlich auf die Frage richten, wie Jungen und Mädchen, ältere wie jüngere Jugendliche, insgesamt mehr  mit Kommunalpolitik, bei Vereinen / Verbänden in sie betreffende Entscheidungen mit einbezogen werden können - wie ihren Bedürfnissen und Interessen mehr entsprochen werden kann. Dafür ist ein neuer Dialog erforderlich. Für ein Gelingen ist notwendig, Vorurteile auf beiden Seiten abzubauen und falsche bilder voneinander zu revidieren.