Sitzungsbericht aus der öffentlichen Sitzung des Gemeinderats vom 21.02.2019

 

TOP 1 Jahresbericht der Bücherei 2018

 

Der Vorsitzende begrüßt den Gemeinderat, die Presse und die zahlreich erschienenen Bürgerinnen und Bürger und gibt an, dass man heute ein neues Gesicht begrüßen dürfe. Frau Pflumm habe heute ihren ersten Arbeitstag und übernehme die Stelle der stellvertretenden Kämmerin. Der Vorsitzende verweist auf die GR-Drucks. -2019-23 ö - Anl.z.Prot. und bittet Frau Ulmer-Trauner nach vorne zu kommen und am Sitzungstisch Platz zu nehmen.

 

Frau Ulmer-Trauner führt aus, dass man Anfang März 2018 mit dem Server ein Problem gehabt habe, sodass die ersten drei Monate statistisch nicht erfasst werden konnten. Die nachfolgenden Zahlen, der physischen Medien von 2018 seien deshalb aus dem Mittel der statistisch nachgewiesenen Monate errechnet. Insgesamt wurden 2018 47.184 Medien ausgeliehen. 128 Wannweilerinnen und Wannweiler nutzten die Möglichkeit der Onleihe im vergangenen Jahr. 2.986 Ausleihen wurden von den Wannweiler Lesern online getätigt. Das analoge Angebot der Bücherei werde hervorragend ergänzt. Die Veranstaltungsarbeit sei ein wichtiger Baustein in der Angebotspalette der Bücherei. Sie sorge für eine breite Wahrnehmung und Attraktivität der Bücherei in der Öffentlichkeit und mache sie zu einem lebendigen Ort, an dem das Bedürfnis der Bürgerschaft nach Information und Unterhaltung gleichermaßen aufgegriffen werde. Rund 1600 Besucherinnen und Besucher nutzten im vergangenen Jahr 2018 die Möglichkeit 49 Veranstaltungen zu besuchen. Die Bücherei halte Kontakt zu allen Kindergärten und der Uhlandschule Wannweil. Die sollen durch spielerische Aktionen und durch regelmäßiges Vorlesen positive Impulse im Sinne der allgemeinen Leseförderung erhalten. Der neue Renner sei im Moment die Tonie-Box. Die Tonie Box sei eine neue spielerische Form von Hörspielen. Ein herzliches Dankeschön gehe an alle, die die Büchereiarbeit in vielfältiger Weise unterstützen würden.

 

Der Vorsitzende bedankt sich bei Frau Ulmer-Trauner, Frau Kurz und Frau Bernhard-Staniek für diese wichtige Arbeit. Der Bericht zeige, dass die Mitarbeiterinnen der Bücherei sehr viel Engagement in ihre Arbeit miteinbringen würden.

 

GR Allgaier gibt an, dass durch den Absturz des Servers sehr viel Arbeit auf die Bücherei zugekommen sei. Es sei sehr schön, dass 49 Veranstaltungen durchgeführt werden konnten.

 

GRin Franz-Nadelstumpf bedankt sich ebenfalls bei den Mitarbeiterinnen der Bücherei. Des Weiteren finde sie es sehr toll, dass die Kindergartenkinder und die Schülerinnen und Schüler an das Lesen herangeführt werden.

 

GR Dr. Treutler erklärt, dass die Onleihe natürlich eine sehr schöne Ergänzung sei, aber die Onleihe könne den persönlichen Kontakt nicht ersetzen. Daher gehe ein besonderes Dankschön an die Mitarbeiterinnen der Bücherei, da sie den persönlichen Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern pflegen würden.

 

GRin Lietz kann sich den Vorrednern nur anschließen. Das Angebot sei riesig und vielfältig. Trotz technischer Schwierigkeiten habe man das Jahr 2018 bravourös gemeistert.

 

Der Gemeinderat nimmt Kenntnis.

 

TOP 2 Vergabe Netzinfrastruktur an der Uhlandschule

 

Der Vorsitzende verweist auf die GR-Drucks. -2019-26 ö - Anl.z.Prot. und gibt an, dass man beabsichtige in diesem Frühjahr das Verwaltungsnetzwerk der Uhlandschule zu erneuern und bittet Frau Bantlin und Herr Spinner nach vorne zu kommen und am Sitzungstisch Platz zu nehmen.

 

Gde.Oberamtsrat Steinmaier erklärt, dass die seitherigen Server aus dem Jahre 2009 noch mit den Betriebssystemen Windows 2003 und Windows XP betrieben werden. Diese werden von Microsoft schon längst nicht mehr unterstützt. Die Erneuerung des pädagogischen Netzwerkes sei in diesem Jahr nicht vorgesehen. Hierbei müsse die Schule zunächst Klarheit darüber erlangen, ob entweder der Computerraum nochmals ertüchtigt werden soll, oder aber ob - entsprechend dem Bildungsplan - Tabletts oder Laptops in den Klassenzimmern eingesetzt werden sollen. Die Schulnetzberatung beim Kreismedienzentrum Reutlingen habe fünf Firmen genannt, die Erfahrungen mit der Installation und dem Betrieb von Schulnetzwerken haben. All diese Firmen haben ein Angebot abgegeben.

 

Frau Bantlin fügt hinzu, dass die Notwendigkeit, dass man mit der Erneuerung des Verwaltungsnetzwerks beginne, vorhanden sei. Es gebe mittlerweile neue Programme, die auf dem alten Server leider nicht funktionieren würden. Die Lehrkräfte wollen sich bis zum September 2019 einige sein, mit welchen Medien man in Zukunft arbeiten möchte. Es sei sehr wichtig, dass sich die Kinder heute schon frühzeitig in der digitalen Welt zurecht finden würden. Dies gelte aber auch für die Lehrkräfte, die auch Fortbildungen besuchen würden.

 

GR Hallabrin weist darauf hin, dass in dem Beschlussvorschlag nur die Rede von der Lieferung sei. Somit stelle sich die Frage nach der Höhe der Kosten für die Pflege und die Betreuung des Netzwerks.

 

Gde.Oberamtsrat Steinmaier erläutert, dass die Pflege und die Betreuung in den vergangen Jahren von Herr Frank übernommen wurde. Dies werde in Zukunft die Firma Kalisch erledigen.

 

Herr Spinner gibt an, dass Herr Frank ca. 1.800 € pro Jahr für die Pflege und Betreuung des Netzwerkes erhalten habe.

 

GR Hallabrin erkundigt sich, ob die Pflege und die Beratung des Netzwerkes auf einem Servicevertrag oder auf einem Stundenlohn basieren würden.

 

Herr Spinner antwortet, dass es einen Servicevertrag gebe. Dieser sei aber auf 5 Jahre begrenzt.

 

GR Dr. Treutler fragt sich, ob die sechs Einzelrechner auch schon so alt seien, dass sie ersetzt werden müssen.

 

Herr Spinner erklärt, dass diese im Prinzip noch nicht so alt seien. Allerdings würden die neuen Programme auf diesen Rechnern nicht funktionieren.

 

GR Dr. Treutler findet es sehr spannend, wie man sich bezüglich der Hardware für die Schülerinnen und Schüler entscheiden werde.

 

Gde.Oberamtsrat Steinmaier kommt noch einmal auf die Servicekosten zu sprechen. Bei Herr Frank seien ca. 2.000 € an Servicekosten aufgekommen. Durch die jetzige Betreuung durch die Firma Kalisch würden keine Mehrkosten entstehen.

 

Frau Bantlin gibt an, dass die 2.000 € für die Servicekosten auch im Haushaltsplan stehen würden.

 

Der Vorsitzende erläutert, dass die Servicekosten nicht extra aufgeführt wurden, da die Kosten auch bei Herr Frank vorhanden waren.

 

GR Herrmann weist darauf hin, dass man Zuschüsse für das pädagogische Netzwerk erhalte. Woher könne man wissen, dass man keine Zuschüsse für das Verwaltungsnetzwerk erhalte.

 

Gde.Oberamtsrat Steinmaier gibt an, dass man dies mit Fachpersonen abgeklärt habe.

 

Der Vorsitzende weist darauf hin, dass er vor der Beendigung seiner alten Arbeitsstelle bei allen Ministerien angeklopft habe und ihnen mitgeteilt habe, dass er sich melden werde, wenn die Chance bestehe Förderzuschüsse für die Gemeinde Wannweil zu bekommen. Für das Verwaltungsnetzwerk gebe es im Moment keine Fördermöglichkeiten, aber man werde alles prüfen.

 

Beschlussvorschlag:

 

Die günstigste Bieterin, die Fa. Kalisch, Reutlingen-Betzingen erhält den Auftrag zur Lieferung und Installation des Verwaltungsnetzwerkes gemäß deren Angebot vom 31.01.2019 (Angebotssumme 11.078,61 €).

 

Der Gemeinderat stimmt dem Beschlussvorschlag einstimmig zu.

 

TOP 3 Änderungen beim Amts- und Mitteilungsblatt der

Gemeinde Wannweil

 

Der Vorsitzende verweist auf die GR-Drucks. -2019-27 ö - Anl.z.Prot. und gibt an, dass man sich in der letzten GR-Sitzung über die Änderungen beim Amts- und Mitteilungsblatt der Gemeinde Wannweil unterhalten habe.

 

Gde.Oberamtsrat Steinmaier erklärt, dass die Zusatzvereinbarungen zum Amtsblattvertrag der GR-Drucksache entnommen werden können. Zum 01. April 2019 werde man ein neues System namens Artikelstar erhalten. Ab diesem Zeitpunkt könne man auch die Bürgerapp benutzen, die man sich ganz bequem herunterladen könne. In der kostenlosen Version könne man die amtlichen Bekanntmachungen jederzeit einsehen. Um alle anderen Rubriken zu sehen, müsse man die Bürgerapp abonnieren.

 

GR Dr. Treutler empfindet es als wichtig, dass die Bürgerinnen und Bürger ausreichend informiert werden. Daher seien einem die Vollverteilungen sehr wichtig. In dem jetzigen Vorschlag der Verwaltung seien keine zusätzlichen Vollverteilungen eingeplant. Die Bürgerapp sei ein sehr interessantes Tool und auch die Homepage werde überarbeitet. Diesen Weg könne man mitgehen. Da aber viele Bürgerinnen und Bürger mit dem Smartphone nichts so stark vertraut seien, sei es weiterhin wichtig auf die gedruckte Version zu setzen. Möglicherweise könne man auf der Homepage der Gemeinde Wannweil für die Neuerungen in Bezug auf den Gemeindeboten und für die Bürgerapp werben.

 

GR Allgaier weist darauf hin, dass der Gemeindeboten nur einmal in der Woche erscheinen werde, aber das Zeilenkontingent für die Vereine gleich bleiben würde. Größere Vereine würden Probleme mit dem Zeilenlimit bei ihren Bericht haben. Somit könne man doch das Zeilenkontingent erhöhen. Außerdem sei es empfehlenswert die Verteilung des Gemeindeboten auf einen Donnerstag zu verlegen. Somit könne Veranstaltungen, die an einem Freitag erscheinen auch beworben werden.

 

Gde.Oberamtsrat Steinmaier erläutert, dass jeder Verein 50 Zeilen pro Rubrik zur Verfügung habe. Der Schwäbische Albverein habe mehrere Rubriken und könne somit auch mehr schreiben. Wenn die Vereine es geschickt anstellen, komme man mit den 50 Zeilen ohne Problem aus. Sollte ein Verein für einen größeren Bericht auch einmal mehr Zeilen benötigen, würde man das Zeilenlimit natürlich auch ein- bis zweimal freischalten. Der Vorschlag wäre, dass man sich nach einem Jahr die Statistik anschauen werde und dann entscheide, ob noch Spielraum für eine Erhöhung des Zeilenkontingents frei sei.

 

GR Hespeler ist auch davon überzeugt, dass die Druckversion sehr wichtig sei. Auch wenn es keine Mehranzahl an Vollverteilungen gebe, könne man dem neuen Konzept zustimmen.

 

GR Leibssle findet, dass man die stattfindenden Vollverteilungen besser bewerben müsse.

 

Der Vorsitzende gibt an, dass man nun abwarten müsse, wie sich das neue Konzept entwickle.

 

GR Herrmann hält die Lösung für einen guten Kompromiss. Natürlich wäre es schöner gewesen den Gemeindeboten öfters kostenlos, wie in Gomaringen, zu verteilen. Dies sei aber leider nicht möglich.

 

GR Dr. Treutler findet die Idee gut, dass das Zeilenkontingent der Vereine zu gegebener Zeit überprüft werde.

 

Der Vorsitzende weist darauf hin, dass es das Ziel sei, dass der Gemeindeboten mehr Bürgerinnen und Bürger erreiche. Ein Kriterium sei hier natürlich der Preis. Nun hoffe man, dass sich die Preisreduzierung durch die einmalige wöchentliche Ausgabe positiv auswirke.

 

GR Allgaier erkundigt sich bezüglich seines vorherigen Vorschlags, den Gemeindeboten an einem Donnerstag zu verteilen.

 

Gde.Oberamtsrat Steinmaier gibt an, dass man dies prüfen werde. Im Reutlinger Nordraum erscheine der Gemeindeboten an einem Donnerstag.

 

Der Vorsitzende erklärt, dass man in den Beschlussvorschlag einbauen werde, dass bei der Verteilung des Gemeindeboten der Donnerstag die erste Priorität sei. Sollte dies nicht möglich sein, müsse man den Freitag akzeptieren.

 

GR Leibssle bittet darum, dass man auch prüfe, ob der Gemeindeboten an einem Mittwoch verteilt werden könne, wenn Donnerstag ein Feiertag sei.

 

GRin Franz-Nadelstumpf erkundigt sich, ob es bei einer Verlegung des Verteilungstages Probleme mit der Veröffentlichung der Tagesordnung für die GR-Sitzungen geben könne.

 

Gde.Oberamtsrat Steinmaier verneint dies.

 

Änderung des Beschlussvorschlags:

 

Die Verwaltung wird beauftragt den Vertrag mit dem Nussbaumverlag zu den vorgelegten Konditionen zu unterschreiben. Mit dem Nussbaumverlag wird verhandelt, ob der Gemeindeboten zukünftig an einem Donnerstag verteilt werden kann. Sollte Donnerstag ein Feiertag sein, soll der Gemeindeboten an einem Mittwoch erscheinen. Sollte es nicht möglich sein die Verteilung des Gemeindeboten auf den Donnerstag zu legen, wird der Freitag ausgewählt.

 

Der Gemeinderat stimmt dem Beschlussvorschlag einstimmig zu.

 

TOP 4 Einrichtung eines Waldkindergartens

 

Der Vorsitzende verweist auf die GR-Drucks. -2019-28 ö - Anl.z.Prot. und gibt an, dass man bei der Planung des Waldkindergartens nun schon weiter fortgeschritten sei.

 

Gde.Oberamtsrat Steinmaier führt aus, dass geplant sei den Waldkindergarten mit einer reinen Kindergartengruppe zum November 2019 zu eröffnen. In einer reinen Kindergartengruppe werden nur Kinder ab 3 Jahren betreut. Laut Auskunft des Landesjugendamtes könne man anfangs eine Kleingruppe im Rahmen der Betriebserlaubnis genehmigen lassen. Zeichne sich ab, dass diese Kleingruppe nicht mehr ausreiche, könne man im Rahmen des vereinfachten Genehmigungsverfahrens schnell eine ganze Gruppe für 20 Kinder genehmigen lassen.

 

GR Dr. Treutler findet es vernünftig mit einer Ü3-Gruppe zu starten. Die sei der GAL-Fraktion immer ein großes Anliegen gewesen. Der Form halber sei zu erwähnen, dass man in der GR-Sitzung vom 25.10.2018 nur ein vorläufiges Konzept für den Waldkindergarten beschlossen habe. Somit werde der Beschluss nicht abgeändert.

 

GR Allgaier betont, dass die Eltern frei entscheiden sollen, ob sie ihr Kind in ein Waldkindergarten schicken wollen. Die Ü3-Variante sei die richtige Entscheidung.

 

GRin Franz Nadelstumpf spricht sich ebenso dafür aus, dass sie bei einer U3-Gruppe Bauchweh gehabt habe. Daher finde sie es sehr gut, dass man mit einer Ü3-Gruppe starte.

 

GR Dr. Treutler weist darauf hin, dass man sich über das Konzept noch unterhalten müsse. In der GR-Drucksache stehe, dass auf eine Toilette verzichtet werden könne. Damit würde er ein Problem haben.

 

Der Vorsitzende erklärt, dass der Beschlussvorschlag nicht ausschließe, dass sich über das Konzept noch unterhalten werden könne. Es gehe nun darum zu beschließen, dass man mit einer Ü3-Gruppe im November 2019 starte. Über das Konzept wird man noch beraten.

 

Änderung des Beschlussvorschlags:

 

1. Der Waldkindergarten wird nur mit einer reinen Kindergartengruppe und erst zum November 2019 eröffnet.

 

2. Die Verwaltung wird beauftragt, die weiteren Schritte zur termingerechten Eröffnung des Waldkindergartens einzuleiten.

 

Der Gemeinderat stimmt dem Beschlussvorschlag einstimmig zu.

 

TOP 5 Bekanntgaben und Informationen

 

Der Vorsitzende gibt an, dass zu diesem Tagesordnungspunkt nichts vorliegen würde.

 

Der Gemeinderat nimmt Kenntnis.

 

TOP 6 Verschiedenes, Wünsche und Anfragen

 

Der Vorsitzende gibt an, dass zu diesem Tagesordnungspunkt nichts vorliegen würde.

 

GR Hespeler erkundigt sich bezüglich der Geburtstagsbesuche. Er habe heute keine Liste in der Hand gehabt.

 

Der Vorsitzende erklärt, dass er momentan alle Geburtstagsbesuche selber erledigen würde, um einen besseren Überblick zu bekommen. Zu gegebener Zeit werde er die Unterstützung der Gemeinderäte gerne annehmen.

 

GRin Franz-Nadelstumpf gibt an, dass eine ältere Dame sie darauf hingewiesen habe, dass die Verkehrssituation beim Edeka sehr schlecht sei

 

Der Gemeinderat nimmt Kenntnis.

 

Nachdem keine weiteren Wortmeldungen mehr vorliegen, schließt der Vorsitzende die öffentliche Sitzung um 20:38 Uhr.